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Dämmung der Kellerdecke lohnt sich
01/04/2019 04:31 PM

Sie wollen in Ihrem Haus Energie und damit Kosten sparen? Eine einfache Lösung ist das Dämmen der Kellerdecke. Dabei sollten die Dämmplatten eine bestimmte Dicke haben.

Die Kellerdecke nachträglich zu dämmen, lohnt sich in den meisten Fällen. Je nach Gebäude können so zwischen fünf und sieben Prozent Energie eingespart werden, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart.

Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) darf der Wärmeverlust der gedämmten Kellerdecke einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Demnach muss der Wärmedurchgangskoeffizient der gedämmten Kellerdecke bei unbeheiztem Keller sowie der Bodenplatte gegen das Erdreich kleiner als 0,30 W/(m².K) (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) sein. Dafür reichen in der Regel Dämmplatten mit einer Dicke von 10 bis 12 Zentimetern, abhängig von der Dämmwirkung des Materials. Installationsleitungen für die Wasser-, Heizungs- oder Elektroversorgung lassen sich zumeist unkompliziert "verpacken". Deckenleuchten müssen eventuell neu befestigt und die Anschlüsse verlängert werden.

Förderung winkt

Meist wird die Kellerdecke von unten gedämmt, erklärt die vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Kampagne "Zukunft Altbau". Leichte Materialien wie etwa Hartschaumdämmungen aus Polystyrol oder Mineralfaserdämmplatten lassen sich ankleben, schwerere Materialien wie Holzfaserdämmplatten werden angedübelt.

Kellerdecken, deren Unterseite ungerade ist, benötigen eventuell eine Unter- oder Tragkonstruktion, auf der das Dämmmaterial angebracht wird. Fugen und Randanschlüsse werden so ausgeführt, dass eine unkontrollierte Hinterströmung des Dämmstoffes mit Raumluft und damit eine Verringerung der Dämmwirkung verhindert wird.

In diesem Zuge ist es sinnvoll, auch die Wände des Kellerabgangs auf der kalten Seite sowie die Treppe selbst abzudichten und zu dämmen. Als Dämmstoffe eignen sich etwa Polystyrolplatten oder naturnahe Holzweichfaserplatten.

Erlaubt die Deckenhöhe eine dickere Dämmschicht, empfiehlt es sich, mehr Dämmstoff anzubringen. Zwei bis vier Zentimeter mehr eines guten Dämmstoffs erhöhen nicht nur die Wirkung, sondern sichern einen Zuschuss von bis zu 5000 Euro der Förderbank KfW für die Einzelmaßnahme Kellerdecke.

Welche Förderung gibt es 2019 für Hausbau und Sanierung?

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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"Mietenwahnsinn" könnte bald zu Ende gehen
01/04/2019 04:00 PM

Vor allem in Großstädten sind die Mieten oft der blanke Horror. Während sich Vermieter die Hände reiben, sind Mieter der Verzweiflung nahe. Doch die Lücke zwischen benötigten und fertiggestellten Wohnungen schließt sich, wie eine Untersuchung zeigt.

Der "Mietenwahnsinn" in den großen Städten könnte einer neuen Studie zufolge in wenigen Jahren zu Ende gehen. Die Lücke zwischen Wohnungsnachfrage und -angebot schließe sich zusehends, heißt es in einer Analyse des Empirica-Instituts aus Berlin. "Bauwirtschaft und Bauämter haben in den letzten Jahren eine Herkulesaufgabe bewältigt", erklärte Institutschef Reiner Braun.

Lag die Lücke zwischen den benötigten und den fertiggestellten Wohnungen im Schnitt der letzten vier Jahre bei 179.000 jährlich, so wird sie laut der Studie in den kommenden vier Jahren nur noch bei 50.000 jährlich liegen. In den sieben größten deutschen Städten - Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart - entstanden demnach zwischen 2015 und 2018 im Schnitt 25.000 Wohnungen, 51.000 weniger als benötigt. Zwischen 2019 und 2022 sollen dort im Schnitt 41.000 Wohnungen im Jahr fertig werden, das wären nur noch 7000 weniger als nötig.

Flucht aufs Land, weniger Zuwanderung

"Sobald auch die verbleibende Fertigstellungslücke geschlossen sein wird, dürfte der Mietanstieg in den betroffenen Städten und Regionen zum Erliegen kommen", schreibt Braun. Für eine Mäßigung des "Mietenwahnsinns" sprächen mehrere Faktoren: Die Baugenehmigungen hätten ein Rekordhoch erreicht, das weit über den aktuellen Fertigstellungen liegt und in naher Zukunft weitgehend realisiert werden dürfte.

Zudem wachse die Nachfrage in den Schwarmstädten - Orte mit großer Anziehungskraft - mittlerweile mit geringerem Tempo, heißt es in der Empirica-Analyse. Die Zuwanderung sei gesunken, und mittlerweile "flüchten Familien sowie Geringverdiener ins Umland". Schließlich dämpfe die abkühlende Konjunktur auch die Wanderungsbewegungen.

Um die Mietpreise zum Fallen zu bringen, müsste es ein Überangebot an Wohnungen geben. Dies sei "zumindest in den Schwarmstädten kein unrealistisches Szenario für die nahe Zukunft", erläuterte Braun.

Hilfreich wäre auch eine deutliche Senkung der Baukosten. Dafür gebe es bereits zahlreiche Konzepte, heißt es in der Studie: "Dazu zählen an erster Stelle eine Ausweitung des verfügbaren, nicht gehorteten Baulandangebotes, dicht gefolgt von Vereinheitlichungen und Vereinfachungen der zahl- und facettenreichen Landesbauordnungen." Auch eine vorübergehende Kapazitätsausweitung in der Bauwirtschaft und vor allem bei den Bauämtern sowie eine "Eindämmung der alltäglichen bauzeitverlängernden und damit kostenträchtigen Bürgerproteste gegen Neubau" würde die Preise verringern.

Quelle: n-tv.de, awi/AFP

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